B2

telc B2 — Medienkonsum bei Jugendlichen

Die durchschnittliche Bildschirmzeit deutscher Jugendlicher beträgt laut JIM-Studie 264 Minuten täglich — mehr als vier Stunden. Die Debatte über die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit wird zunehmend kontrovers geführt.

Eine Studie der Universität Stanford hat einen Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und einem Anstieg von Depressionen bei Jugendlichen festgestellt. Die ständige Konfrontation mit idealisierten Selbstdarstellungen kann das Selbstwertgefühl untergraben. Cybermobbing betrifft rund ein Fünftel aller Jugendlichen.

Andererseits erfüllen soziale Medien auch positive Funktionen. Für viele Jugendliche sind sie ein wichtiges Mittel zur Identitätsfindung. Besonders für Jugendliche in ländlichen Gebieten bieten Online-Communities einen Raum der Zugehörigkeit.

Der Mittelweg liegt in der Medienkompetenz. Statt Verbote auszusprechen, sollten Eltern und Schulen Jugendlichen beibringen, Medien kritisch zu nutzen. Medienkompetenz wird zur Kernkompetenz des 21. Jahrhunderts.