Homeoffice – Fluch oder Segen?
Seit der Pandemie arbeiten viele Menschen zumindest teilweise von zu Hause aus. Auch Thomas, 38 Jahre alt und Projektmanager bei einer Softwarefirma in Hamburg, ist drei Tage pro Woche im Homeoffice. Er schätzt vor allem die Flexibilität: Er kann morgens länger schlafen, muss nicht pendeln und hat mittags Zeit, gemeinsam mit seiner Frau zu essen.
Allerdings gibt es auch Nachteile. Thomas vermisst den persönlichen Kontakt zu seinen Kollegen. Videokonferenzen sind praktisch, aber sie ersetzen seiner Meinung nach keine echten Gespräche. Außerdem fällt es ihm manchmal schwer, Beruf und Privatleben zu trennen. Oft sitzt er abends noch am Laptop, obwohl der Arbeitstag eigentlich schon längst vorbei ist.
Sein Unternehmen hat inzwischen klare Regeln eingeführt: Mitarbeiter dürfen maximal drei Tage pro Woche remote arbeiten, und nach 18 Uhr sollen keine dienstlichen E-Mails mehr verschickt werden. Thomas findet diese Regelung sinnvoll. „Man braucht klare Grenzen, sonst verschwimmt alles", sagt er.
Für die Zukunft wünscht er sich ein Modell, das noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter eingeht. Nicht jeder arbeitet gleich gut von zu Hause aus – manche brauchen das Büro, um konzentriert zu sein.