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Gesund essen im Alltag – leichter gesagt als getan

Viele Menschen wissen, dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist. Aber zwischen Wissen und Handeln liegt oft ein großer Unterschied. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Universität Bonn: Obwohl neun von zehn Befragten angaben, sich gesünder ernähren zu wollen, schafften es nur drei von zehn, ihre Gewohnheiten dauerhaft zu ändern.

Warum ist das so schwierig? Laut der Studie spielen vor allem Zeit und Kosten eine große Rolle. Frisches Gemüse und Obst ist oft teurer als Fertiggerichte, und nach einem langen Arbeitstag fehlt vielen die Energie zum Kochen. Hinzu kommt, dass Werbung und Gewohnheiten aus der Kindheit das Essverhalten stark beeinflussen.

Ernährungsexpertin Dr. Müller empfiehlt, kleine Schritte zu machen, anstatt alles auf einmal zu ändern. „Wer plötzlich auf alles verzichtet, was er mag, hält das selten lange durch", erklärt sie. Besser sei es, zum Beispiel einmal pro Woche gemeinsam zu kochen, mehr Hülsenfrüchte in den Speiseplan einzubauen oder zuckerhaltige Getränke durch Wasser zu ersetzen.

Außerdem betont sie die Bedeutung von Freude am Essen. Gesunde Ernährung müsse nicht langweilig sein – im Gegenteil: Wer neue Rezepte ausprobiert und verschiedene Küchen der Welt entdeckt, isst nicht nur gesünder, sondern auch abwechslungsreicher.