Ehrenamt – Warum immer mehr Menschen freiwillig helfen
In Deutschland engagieren sich rund 28 Millionen Menschen ehrenamtlich – das sind fast 30 Prozent der Bevölkerung. Sie helfen in Sportvereinen, Feuerwehren, sozialen Einrichtungen, Umweltorganisationen oder bei der Integration von Geflüchteten. Aber warum tun sie das, ohne dafür bezahlt zu werden?
Die Motive sind vielfältig. Viele geben an, dass das Ehrenamt ihnen das Gefühl gibt, etwas Sinnvolles beizutragen. Andere schätzen den sozialen Aspekt: Man lernt neue Menschen kennen, knüpft Kontakte und fühlt sich weniger allein. Gerade für Rentnerinnen und Rentner ist das Ehrenamt oft eine wichtige Struktur im Alltag und ein Weg, geistig und körperlich aktiv zu bleiben.
Auch für den Lebenslauf kann freiwilliges Engagement von Vorteil sein: Arbeitgeber sehen es häufig als Zeichen von Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und sozialer Kompetenz. Manche Berufsschulen und Universitäten berücksichtigen ehrenamtliche Tätigkeiten sogar bei der Aufnahme.
Trotz der hohen Beteiligung steht das Ehrenamt vor Herausforderungen. Viele Organisationen suchen dringend nach Nachwuchs, weil jüngere Generationen weniger Zeit haben oder andere Prioritäten setzen. Digitale Plattformen versuchen, das zu ändern, indem sie Freiwillige und Organisationen schnell und unkompliziert zusammenbringen.