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Cybermobbing und digitale Verantwortung

Als in der Klassengruppe ein bearbeitetes Foto von Deniz auftaucht, halten einige Jugendliche es zunächst für einen harmlosen Scherz. Unter dem Bild sammeln sich jedoch beleidigende Kommentare. Deniz verlässt die Gruppe und möchte am nächsten Morgen nicht zur Schule gehen. Seine Freundin Mira merkt, dass die Situation für ihn deutlich belastender ist, als andere wahrhaben wollen.

Mira spricht Deniz persönlich an und fragt, welche Unterstützung er möchte. Gemeinsam wenden sie sich an eine Vertrauenslehrerin. Diese nimmt die Schilderung ernst und bespricht mit Deniz die nächsten Schritte. Sie macht deutlich, dass er nicht dafür verantwortlich ist, die Angriffe allein zu beenden.

In einer späteren Unterrichtsstunde diskutiert die Klasse über digitale Verantwortung. Dabei geht es nicht nur um die Person, die das Foto zuerst veröffentlicht hat. Auch das Weiterleiten und zustimmende Kommentare können dazu beitragen, dass eine Demütigung mehr Menschen erreicht. Einige Jugendliche erkennen, dass ihr Schweigen von anderen als Zustimmung verstanden wurde.

Die Klasse vereinbart, verletzende Inhalte nicht weiterzuverbreiten und Betroffene aktiv zu unterstützen. Gleichzeitig soll klar sein, an wen sich Schülerinnen und Schüler bei Problemen wenden können. Die Lehrerin warnt davor, eine einzige Gesprächsrunde bereits als Lösung zu betrachten. Ob sich das Verhalten dauerhaft verändert, möchte sie in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Klasse überprüfen.