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Goethe B1 — Wohnen in der Großstadt

Die Mieten in deutschen Großstädten sind in den letzten zehn Jahren drastisch gestiegen. In München, der teuersten Stadt Deutschlands, zahlt man durchschnittlich 20 Euro pro Quadratmeter kalt. Auch in Berlin, Hamburg und Frankfurt sind die Mieten deutlich gestiegen.

Besonders Studenten und junge Berufstätige haben Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Viele teilen sich eine Wohnung in einer Wohngemeinschaft (WG), um die Kosten zu senken.

Die Politik versucht, mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern. Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass Vermieter bei Neuvermietungen überhöhte Preise verlangen. In Berlin wurde zeitweise ein Mietendeckel eingeführt, der allerdings vom Bundesverfassungsgericht für ungültig erklärt wurde.

Eine Lösung könnte der soziale Wohnungsbau sein. Die Bundesregierung hat versprochen, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen, davon 100.000 Sozialwohnungen.