Foodsharing: Essen retten
In Deutschland werden jedes Jahr etwa zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Vieles davon ist noch genießbar. Die Initiative Foodsharing will das ändern. Freiwillige Helfer, sogenannte Foodsaver, holen überschüssige Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckereien und Restaurants ab und verteilen sie kostenlos.
Ich bin seit einem Jahr Foodsaverin. Dreimal pro Woche hole ich Lebensmittel bei einem Bioladen in meiner Nähe ab. Meistens sind es Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern: eine krumme Gurke, ein leicht gedrückter Apfel. Alles noch völlig in Ordnung.
Die geretteten Lebensmittel bringe ich zu einem öffentlichen Kühlschrank. Dort kann sich jeder bedienen, ohne Fragen beantworten zu müssen. Es geht nicht darum, arm oder reich zu sein. Es geht darum, Verschwendung zu vermeiden.
Foodsharing hat auch mein eigenes Verhalten verändert. Ich plane meine Einkäufe besser, kaufe weniger und koche öfter mit Resten. Es ist erstaunlich, was man aus scheinbar wenig noch zaubern kann.