Ehrenamtlich helfen
Jeden Samstag arbeite ich ehrenamtlich in der Suppenküche am Bahnhof. Wir verteilen warme Mahlzeiten an Menschen, die kein Zuhause haben oder wenig Geld verdienen. Pro Tag kommen etwa 80 Personen.
Mein Tag beginnt um neun Uhr. Zuerst bereiten wir das Essen vor: Suppe, Brot, Obst und manchmal auch Kuchen, den eine Bäckerei spendet. Um elf Uhr öffnen wir die Türen. Die Leute stellen sich in einer Reihe auf und bekommen einen Teller Essen und ein heißes Getränk.
Was mich am meisten berührt, ist die Dankbarkeit der Gäste. Viele von ihnen erzählen mir ihre Geschichte. Ein älterer Mann namens Heinrich kommt jede Woche. Er war früher Lehrer. Durch eine Krankheit hat er alles verloren.
Die Arbeit in der Suppenküche hat meine Perspektive verändert. Ich schätze die Dinge, die ich habe, viel mehr. Und ich glaube, dass jeder Mensch einen Beitrag leisten kann, egal wie klein er ist.